Kultureller Mittelpunkt der Gemeinde

Schmogrow, den 21.08.2020

Mit einem kleinen Fest unter Corona-Bedingungen feierte Schmogrow-Fehrow/Smogorjow-Prjawoz die Einweihung des Sportlerheim-Anbaus in Schmogrow. Mit der Begegnungsstätte „Jung trifft Alt“ bekommt das Dorf eine größere und moderne Heimstatt für die Vereine und Veranstaltungen.

 

„Vor der Idee stand die Einsicht in die Notwendigkeit, dass aufgrund des Saalverlustes durch die Schließung der Gaststätte in Schmogrow, etwas Neues geschaffen werden muss, um den ansässigen Vereinen und den vielfältigen gesellschaftlichen Aktivitäten ein neues Zuhause zu bieten“, sagte Bürgermeister Joachim Emmrich. Schon 2015 hat es eine Machbarkeitsstudie gegeben. "Utopisch" und für die Gemeinde nicht zu stemmen war damals die avisierte Investitionssumme. Ein neues Planungsbüro wurde beauftragt und ein intensiver Meinungs- und Gedankenaustausch mit allen Beteiligten begann, um ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das im März 2017 die Baugenehmigung erhielt. Zwei Jahre und zwei Fördermittelanträge später konnte der Bau beginnen. Das alte Sportlerheim wurde dabei gleich teilsaniert. Rund 511.000 Euro hat die Gemeinde investiert, davon gefördert 349.000 Euro im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (ELER).

„Die Investition ist jeden Euro wert“, so Emmrich. Gebe es doch nun „vernünftige Bedingungen eben für Jung und Alt und einen angemessenen Platz für das gesellschaftliche und kulturelle Leben im Ortsteil“.

Sportvereinschef Carsten Hänsel erinnerte daran, dass der heutige Sportplatz dem Sportverein in den 50er Jahren von Christian Lehmann geschenkt worden sei. 1973 ist das Sportlerheim bezogen worden, welches stetig erweitert wurde. Neben den Sportlern hatten hier auch die Jugend und der Traditionsverein ihre Räume. „Aber spätestens, seitdem die Gaststätte geschlossen ist, wurde dieses Gelände auch zum kulturellen Mittelpunkt der Gemeinde. Alle Vereine treffen sich hier, feiern ihre Feste und Bräuche, halten ihre Versammlungen ab.“ Er bedankte sich bei der Gemeinde, insbesondere auch dafür, dass die Vereine Mitspracherecht bei der Planung erhalten hatten. Tische und Stühle können dank Spende der Sparkasse Spree-Neiße aus dem PS-Zweckertrag angeschafft werden, berichtet er. Für Leben sorgen neben den Vereinen auch die neuen Pächter Anja und Rico Wilke. Deren Start im März sei wegen Corona nicht rosig gewesen. „Aber ich denke, jetzt haben sie sich gut eingelebt“, so Hänsel. Der Sportvereinschef schaute gleich voraus auf das Jahr 2021, wenn der Sportverein sein 75. Jubiläum feiert. Im Jahr darauf folgen das 100. der Feuerwehr und das 120. des Männerchores "Liederkranz".

Ein Satz aus dem Förderantrag, brachte den Bürgermeister auf die Idee für ein Einweihungsgeschenk: „Ein Ort, an dem sich die gesamte Gemeinde treffen kann, ist ein wesentlicher Anker ...“ Mit einem kurzen Gedicht übergab er einen solchen an Carsten Hänsel. „...Ein Anker hier für Jung und Alt, soll fördern den Zusammenhalt...“

 

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Eröffnung Begegnungsstätte "Jung trifft Alt" (21.08.2020)