Beim Hahnschlagen in Schmogrow Foto: Stephan LausitzDas alte Wartehäschen der einstigen Spreewaldbahn (1898 bis 1970) am Bahnhof Schmogrow.Der Fastnachtszug zieht in Richtung der alten Schmogrower Mühle Foto: Jörg LehrackFehrow Foto: MöbesTreckertreffen in FehrowHahnschlagen in Schmogrow Foto: Stephan Lausitz
 

625 Jahre Schmogrow/Smogorjow - Ein ganzes Dorf feiert

Meldung aus Schmogrow-Fehrow
1627 ist erstmals eine Mühle in Schmogrow/Smogorjow erwähnt. Viele Sagen ranken sich um Mühlen. Der "Schmogrower Mühlenwalzer" erzählt eine solche. Deshalb wurden zum Jubiläum Müller und Wassermann samt Mühlrad aus Strohballen gestaltet und gegenüber der Mühle aufgestellt. (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: 1627 ist erstmals eine Mühle in Schmogrow/Smogorjow erwähnt. Viele Sagen ranken sich um Mühlen. Der "Schmogrower Mühlenwalzer" erzählt eine solche. Deshalb wurden zum Jubiläum Müller und Wassermann samt Mühlrad aus Strohballen gestaltet und gegenüber der Mühle aufgestellt.

Schmogrow/Smogorjow feiert seinen 625. Geburtstag und lädt zum Mitfeiern ein. Höhepunkt ist das Festwochenende am 5. und 6. September. Einen Vorgeschmack gibt es beim Heimat- und Trachtenfest.

Schmogrow/Smogorjow lebt von und mit seinen Vereinen, die viel gemeinsam machen und sich gegenseitig unterstützen – das möchte das Dorf mit seiner Laufgruppe im Festumzug und mit dem Auftritt des Traditionsvereins im Bühnenprogramm beim Heimat- und Trachtenfest zeigen. 

Und das wird bereits das ganze Jahr gefeiert. Rund um das Festwochenende reihten sich bereits zahlreiche traditionelle Feste wie Fastnacht, Osterfeuer oder Maibaumstellen ein, die im Jubiläumsjahr ein wenig besonders wurden. So wurde der Maibaum vom Traditionsverein erstmals mit bunten Bändern eingetanzt und der Tag der Besitzlosen eigens für das Festjahr kreiert. An die legendäre Schmogrower Partyszene der 90er- und 2000er-Jahre erinnerten u. a. die Black & White-Party oder die Spreewald Chillout Lounge. Das Sportfest zum 80. Geburtstag des Sportvereins fiel größtenteils der Hitze zum Opfer und soll am 10. und 11. Oktober in kleiner Form rund um die Heimspiele der Schmogrower Fußballmannschaften nachgeholt werden. Vorher gibt es noch ein weiteres Jubiläum: 25 Jahre Hahnrupfen am Schmogrower Bahnhof am 20. September.

Das Jahr endet dann mit der Trachtenkirmes mit den Lutzketaler Musikanten am 7. November und dem Adventssingen mit Andacht der Kirchengemeinde am 13. Dezember.

Die Fäden für das Jubiläumsjahr hält das etwa zehnköpfige Festkomitee um Bürgermeisterin Ira Frackmann zusammen, das sich im März 2025 erstmals getroffen hat. Fast alle stehen im Beruf, haben Familie und Grundstück, sind in Vereinen aktiv, und trotzdem haben sie die Herausforderung angenommen, ein Jubiläumsjahr für ihren Heimatort zu stemmen. Wohl wissend, dass es im Hintergrund noch viele fleißige Hände gibt. 

Nur eine Woche nach dem Heimat- und Trachtenfest steht nun das Festwochenende an.

Am Samstag, 5. September, 13 Uhr, erfolgt der Ausmarsch der Jugend in Begleitung der „Peitzer Stadtmusikanten“ zum Vereinsbaum, wo die Kinder der Fehrower Kita „Małe Myški“ abgeholt werden. Gemeinsam geht es zurück zum Sportplatz. Die Kita veranstaltet ihr traditionelles Erntefest mit Hahnrupfen, Hahnschlagen und Froschkarren anlässlich des Jubiläums diesmal in Schmogrow/Smogorjow. Gegen 16 Uhr ermittelt die Jugend beim Hahnschlagen ihre Erntekönige und Ernteköniginnen. Wer in Erinnerung an die eigene Jugend am Hahnschlagen teilnehmen möchte – außer Konkurrenz natürlich, kann sich gern beim Festkomitee melden. Bis zum Erntetanz um 20 Uhr mit den „Lutzketalern“ an der Festbühne (Eintritt) gibt es noch das Tauziehen über die Malxe. die Hahnversteigerung und mehr.

Mit dem musikalischen Frühschoppen mit den „Peitzer Stadtmusikanten“ und dem Fassbieranstich durch Bürgermeisterin Ira Frackmann und die Landskron-Brauerei geht es am Sonntag um 10 Uhr weiter. Beim bunten Markttreiben gibt es vor allem allerlei Selbstgemachtes aus Bastel- und Handwerkerstuben der Schmogrower; der Kita-Förderverein verkauft Marmelade für den guten Zweck.

Ab 14 Uhr stellen Schmogrower Vereine, Kinder und sonstige Aktive sowie Freunde des Dorfes ein buntes Bühnenprogramm auf die Beine. Zum Abschluss möchte der vor einem Jahr gegründete Gemischte Chor mit allen Gästen den „Mühlenwalzer“ singen. Die bereits 1627 erwähnte Mühle ist schließlich das Wahrzeichen des Dorfes. 

Natürlich gibt es an beiden Tagen gutes Essen, frischen Kuchen, Kaffee und weitere Durstlöscher.

Das Festkomitee lädt herzlich ein, gemeinsam zu feiern, freut sich über jede Trachtenträgerin und sowie über viele geschmückte Vorgärten im Dorf.