Das alte Wartehäschen der einstigen Spreewaldbahn (1898 bis 1970) am Bahnhof Schmogrow.Fehrow Foto: MöbesTreckertreffen in FehrowHahnschlagen in Schmogrow Foto: Stephan LausitzBeim Hahnschlagen in Schmogrow Foto: Stephan LausitzDer Fastnachtszug zieht in Richtung der alten Schmogrower Mühle Foto: Jörg Lehrack
 

Konzeption

2 Mädchen in wendischer Festtagstracht

Sehr geehrte Eltern und Gäste,

mit dieser kurzen Handreichung möchten wir Ihnen einen ersten Einblick über unsere Kita vermitteln. Sie erhalten einen kurzen Überblick über unsere pädagogischen Ziele, unsere Mitarbeiter und Räumlichkeiten sowie über unsere Arbeit vor Ort. Wir möchten, dass sich Ihr Kind und Sie sich als Eltern, bei uns wohl fühlen und gemeinsam zum Wohl Ihrer Kinder partnerschaftlich zusammen arbeiten. Sind sie neugierig geworden und haben noch Fragen zum ausführlichen Konzept oder zur Arbeit in unserer Kita, stehen wir Ihnen gern für ein persönliches Gespräch vor Ort bereit. Termine können telefonisch oder per Email vereinbart werden. Wir freuen uns auf Sie.

Das Team der Kita „Male myski“

 

Unser Leitbild:

Unserem Selbstverständnis nach sehen wir unsere pädagogische Arbeit als familienergänzende Betreuungsform, in der die Lebenssituationen und die individuellen Entwicklungsbedürfnisse unserer Kinder den Ausgangspunkt bilden.

 

Unser Bild vom Kind und unsere wichtigsten pädagogischen Ziele:

Wir gestalten als Kindergarten unser tägliches Zusammensein gemeinsam und ermöglichen einen Entwicklungsrahmen, der den Interessen, Neigungen und Bedürfnissen der Kinder entgegenkommt und der selbstbestimmte, vielfältige und abwechslungsreiche Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten bietet.

 

● Selbstbestimmtes Handeln stärken

Wir sehen das Kind als Akteur seiner eigenen Entwicklung, das mit seinen Handlungen selbstbestimmt und selbstbewusst agiert. Die Erzieher unterstützen die Kinder darin, ihren eigenen Wünschen, Interessen, Bedürfnissen und Gefühlen Ausdruck zu verleihen und für andere zu sensibilisieren. Sie sollen eigeninitiativ und selbstbestimmt tätig sein. Es ist uns wichtig, dass sie lernen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, Verantwortung zu übernehmen, vorauszuschauen und in der Situation entsprechend reagieren.

 

● Unterstützung von Selbstbildungsprozessen

Die Aufgabe unserer Erzieher besteht darin, die Selbstbildungsprozesse des Kindes zu unterstützen. In diesem Prozess sehen wir unsere Rolle als Begleiter und Beobachter. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich aktiv mit ihrer gegenständlichen und sozialen Umwelt auseinander zusetzen.

 

● Förderung einer ganzheitlichen Entwicklung

Das Wissen um die enge Verbindung von Wahrnehmen, Bewegen, Denken und Handeln bildet einen wichtigen Schwerpunkt in unserer Arbeit. Sie sind die Voraussetzung für die Entwicklung von Intelligenz und den Aufbau des logischen Denkens.

Die erweiterten Grundsätze der elementaren Bildung des Landes Brandenburg sind für uns verbindlich.

 

● Selbstbewusstsein, Konfliktfähigkeit, gemeinsames Miteinander

Gegenseitige Kritik und Anerkennung soll möglich sein und als positiv und notwendig angenommen werden. Die Kinder lernen, eigene Standpunkte zu entwickeln und zu vertreten, d.h. auch „Nein“ sagen und akzeptieren zu können, sowie eigene Lösungen für ein gutes soziales Miteinander zu finden.

 

Eingewöhnung

Die Gestaltung der Eingewöhnungsphase gilt als wichtiges Qualitätsmerkmal für die Arbeit mit allen Altersgruppen.

Die zeitweise Trennung von vertrauten und die Hinwendung zu unbekannten Personen verlangt dem Kind eine extrem hohe Anpassungsleistung ab.

Auch für die Eltern ist dieser Schritt mit Fragen, Sorgen und Unsicherheiten verbunden.

Deshalb benötigen das Kind und seine Eltern Zeit, um diesen Prozess zu durchlaufen.

Die Kinder brauchen in den ersten Lebensjahren den Schutz und die Nähe einer Bezugsperson, wenn sie die vielfältigen Situationen in einer Tageseinrichtung bewältigen sollen.

Nur unter der Voraussetzung einer stabilen und verlässlichen Beziehung ist es den Kindern möglich, sich auf neue, unbekannte Situationen einzulassen.

 

Sinn und Ziel der Eingewöhnungsphase ist die allmähliche Lösung von der vertrauten Bezugsperson und der Aufbau einer stabilen Beziehung zu der pädagogischen Kraft in der Gruppe. Bereits beim Aufnahmegespräch weisen wir die Eltern auf die Relevanz dieser Phase hin, und verdeutlichen ihnen die Wichtigkeit der Anwesenheit in diesem Prozess.

Die Ablösephase gestalten wir für jedes Kind individuell.

 

Phase der ersten Kontaktaufnahme

In dieser Phase sollte sich das Kind jeden Tag für einen kurzen Zeitraum mit

der Bezugsperson im Gruppenraum aufhalten. Wir beginnen mit 30 Minuten Kennenlernzeit.

Wichtig ist es, dem Kind die Initiative zu überlassen.

Die Erzieherin versucht behutsam zunächst Blick- bzw. Spielkontakt aufzunehmen.

 

Phase der ersten Trennung

An den ersten acht Tagen besucht das Kind mit seiner Bezugsperson für anfangs 30 Minuten bis zwei Stunden die Gruppe. In diesen Tagen können kurze Trennungsphasen versucht werden. Die Erzieher beobachten genau die Reaktion des Kindes, wenn die Bezugsperson den Raum verlässt. Sehr wichtig ist es, dass sie sich verabschiedet und auch dann den Raum verlässt, wenn das Kind protestiert.

In diesem Zeitraum kann man feststellen, ob das Kind die Erzieherin schon als Bezugsperson akzeptiert und sich von ihr trösten und ablenken lässt.


Phase des Verbleibs in der Einrichtung ohne Eltern

Diese Phase ist erreicht, wenn das Kind für die erforderliche

Betreuungsdauer verbleiben kann.

Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind die Erzieherin als

sichere Basis akzeptiert hat.

Bis ein Kind sicher angekommen ist, können auch mehrere Wochen vergehen.

 

Unser pädagogischer Ausrichtung: „Der Situationsansatz“ 

Im Situationsansatz stehen die Bedürfnisse, Interessen und Wünsche der Kinder im Vordergrund - „Der Situationsansatz ist eine Einladung, sich mit Kindern auf das Leben einzulassen und aktiv an seiner Gestaltung teilzunehmen.“ In unserem pädagogischen Konzept geht es darum, soziale und kulturelle Lebenssituationen sowie Interessen und Fragen der Kinder aufzugreifen und diese gemeinsam mit den Kindern zu erforschen. Der Prozess wird von den Kindern bestimmt und gestaltet. Die Erzieher/-innen sehen sich dabei als Unterstützer und Begleiter. Somit können sich Kinder sowohl Wissen als auch Sinn- und Handlungszusammenhänge aneignen und aktives und selbstbestimmtes Handeln in alltäglichen Lebenssituationen erfahren. Es können größere Projekte daraus entstehen. Dabei entscheidet das Interesse der Kinder über die Inhalte, Entwicklung und Dauer.

 

Die Aufgabe unserer pädagogischen Fachkräfte sind:

  • Situationen analysieren, Schlüsselsituationen auswählen und mit Kindern besprechen 

  • Ziele entwickeln, überlegen was können Kinder dabei lernen und selbst dazu beitragen 

  • mögliche Tätigkeiten, Anregungen, Erfahrungsfelder analysieren 

  • Kinder begleiten, unterstützen, aktiv werden lassen 

  • Dokumentation in Schrift und Bild 

 

Beobachtung und Dokumentation

Alle Pädagogen beobachten jedes Mädchen und jeden Jungen. Darunter gibt es einerseits die alltäglichen Beobachtungen – das Erleben im Alltag – und andererseits die ganz spezifischen Beobachtungen – das direkte Beobachten eines einzelnen Kindes in einer bestimmten Situation. Anhand unserer Beobachtungen führen wir jährlich ein Entwicklungsgespräch mit den Erziehungsberechtigten durch. Dieses beinhaltet sowohl den aktuellen Entwicklungstand des Kindes als auch die vergangenen Entwicklungsschritte. Hier ist uns eine offene und vertrauensvolle Elternpartnerschaft sehr wichtig. Alle Elterngespräche werden protokolliert. Gleichfalls dokumentieren wir die Entwicklungsschritte für jedes Kind im Portfolio. 


Unsere teiloffene Arbeit

Wir arbeiten in einem teiloffenen Konzept. In unserer Kita gibt es die Krabbelmäuse (0-3 Jahre), die Spielmäuse (3-6 Jahre) und die Schulmäuse (Hort). In jeder Gruppe gibt es Bezugserzieher. Die pädagogischen Angebote und Projekte finden je Alter der Kinder, teilweise in den einzelnen Gruppen oder gruppenübergreifend statt. Die Kinder haben verschiedene Möglichkeiten nach ihren Interessen und Fähigkeiten Angebote zu nutzen, Projekte mitzugestalten und ihren Interessen nachzugehen. Die Kinder können in allen Gruppenräumen spielen (Ausnahme – Krabbelgruppe). Sofern eine oder mehrere pädagogische Kräfte im Haus sind, haben die Kinder die Möglichkeit (außer Krippenkinder) selbst zu entscheiden, ob sie im Haus oder im Garten spielen. Somit wird die Entscheidungsfähigkeit, Selbständigkeit und Selbsttätigkeit der Kinder gefördert. Sie finden sich schnell im ganzen Haus zurecht und lernen zahlreiche Spiel- und Lernmöglichkeiten kennen. Ihr Sozialverhalten wird gefördert, da sie mit allen Kindern und Erziehern Kontakt haben.

 

Räume und Freiflächen

Räume haben einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern.

 

Was ermöglichen die Räume unserer Kita:

  • sie bieten den Kindern Sicherheit und Geborgenheit 

  • sie regen zum Lernen und Erkunden an 

  • sie bieten den Kindern genügend Platz zum Bewegen, Spielen, Toben 

  • die Kinder finden Ruhe- und Entspannungsmöglichkeiten als auch einen sicheren Platz zum Beobachten 

 

Alle Räume ermöglichen es sowohl gruppenintern als auch gruppenübergreifend zu spielen, zu lernen und zu forschen. Ein Gruppenraum ist speziell auf die Wünsche von unseren Krabbelmäusen ausgerichtet. Kinder lernen durch Bewegung. Entsprechend dessen haben unsere Kleinsten in ihren Räumen viel Platz zum Bewegen und zum Spiel. In allen Räumen finden wir altersgerechtes Spielzeug. In unserer Kita gibt es Bereiche mit verschiedene Alltagsmaterialien für Rollenspiele, ein Bau- und Bewegungsraum , Musikinstrumente, eine Bibliothek, Bereiche zum Forschen und Experimentieren und das Kinderrestaurant. 

Ein weitläufig angelegtes Außengelände bietet für die Kinder verschiedene entwicklungsfördernde Bereiche, wie die Rutsche oder den Kletterturm mit dem Netz und der Feuerwehrstange.

Auf der Wiese steht eine individuell veränderbare Balancierstrecke, die sehr gern von den Kindern genutzt wird.

Außerdem verfügen wir noch über mehrere Sandbereiche, eine Schaukelanlage, einen kleinen Fußballplatz und Spielhäuser.

Für unsere jüngsten ist ein extra Außenspielbereich eingerichtet. 

Hinter dem Kindergarten befinden sich ein großer Kletterhügel und die „Waldoase“.

Die „Waldoase“ ist ein angrenzendes Waldstück, in dem die Kinder die Natur erleben können.

Unsere günstige Lage, in unmittelbarer Nähe zum Wald, ermöglicht uns regelmäßige Erkundungen und Spaziergänge in der Natur. Durch die dörfliche Lage werden die örtlichen sorbischen Traditionen auch in der Kita gepflegt und gelebt.

Gruppenraum der Kita
Außengelände der Kita
gebautes von Kindern